BildDas Greenpeace Magazin lese ich schon lange immer mal wieder, wenn ich es in die Hände bekomme, und finde es sowohl inhaltlich als auch von der Gestaltung her sehr gut. Standards wie „keine Anzeige“, in der falsche Werbesignale von Großunternehmen bloß gestellt werden oder „wieso, weshalb, warum?“ mit tollen Infografiken alleine sind schon die Lektüre wert. Hinzu kommen eine Menge Artikel aus dem ganzen Themenspektrum, mit dem Greenpeace sich beschäftigt – ich denke das muss ich nicht mehr extra aufzählen, weil bekannt. 6 Ausgaben erscheinen im Jahr, so dass man auch ganz gut mit der Lektüre hinter her kommt. Wer das Heft im Abo nimmt, kann sogar noch etwas Gutes tun, der kann sogar noch was Gutes tun (6qm Minenfeld in Bosnien räumen lassen) oder eine Prämie bekommen. 

Hin und wieder erscheint außerdem ein Heft, dass sich ganz einem bestimmten Thema hingibt. Ganz aktuell ist das Heft „Essen“ erschienen, dass sich von A-Z mit dem Thema „bewusstes Einkaufen und Essen“ beschäftigt. Ich möchte gerne an dieser Stelle zitieren:

„Normierte, aufpolierte Lebensmittel im Supermarkt gaukeln uns beste Qualität vor. Doch auf den zweiten Blick stellt sich heraus, dass Erdbeeren keinen Geschmack mehr haben, Pinienkerne von Kiefern stammen und Spargel per Fußbodenheizung künstlich hochgezüchtet wird.

Im aktuellen Greenpeace Magazin gehen wir den Lebensmitteln von A wie Aal bis Z wie Zusatzstoffe auf den Grund. Wir zeigen, was wir essen und was wir mit unserem Essen anrichten – wie EU-Behörden für Lebensmittelsicherheit mit der Ernährungsindustrie kungeln, wie Nahrungsmittelspekulationen die Preise in die Höhe treiben, wie schlecht Biofertiggerichte sind und wie gut das Essen inSchulkantinen sein könnte.

Aber wir berichten in unserem A-Z auch Positives: über Schnippelaktionen mit Ausschussgemüse, eine Knödelidee aus Radolfzell und das gute deutsche Leitungswasser. Außerdem stellen wir eine Reihe von Menschen vor, die sich für Tradition und Qualität einsetzen, sei es auf dem Feld, der Alm, im Stall, in der Backstube oder auf Festivals.

Das ganze Heft ist ein Plädoyer für bewusstes Einkaufen und Essen. Lesen Sie selbst.“

Das ganze geht von A wie Aal über Allmende, Biofertigkost, Bubble Tea, EHEC, Fairer Handel, Geflügelindustrie, Industrielle Produktion, Kaninchenzucht, Laborfleisch, Lobby, Milch, Nahrungsmittelspekulation, Ökobauer, Stadtgärtnerin, Stopfleber, Trinkwasser, Verbraucherrecht, Wildkräuter bis hin zu Z wie Zusatzstoffe. Manche Stichwörter werden – alphabetisch sortiert – kürzer, andere ausführlicher mit Inhalt gefüllt. Das Heft ist wie gewohnt äußerst ansprechend aufgemacht, mit interessanten Fotos und Grafiken versehen und ist wirklich sehr lesenswert und außerdem ein tolles Nachschlagewerk. Total zu empfehlen!

Das Heft ist am 17. August erschienen und für 6,20 Euro einzeln (oder sonst eben im Abo) im Bahnhofskiosk zu erstehen, oder im Greenpeace Warenhaus online beziehbar.