Coldbrew Kaffee ist einer DER Foodtrends der letzten Jahre, und anfangs habe ich auch ehrlich gesägt das ganze Thema ein wenig belächelt: Ist ja nur kalter Kaffee. Klar, aber dahinter steckt noch einiges mehr als einfach Kaffee zu kochen, den kalt werden zu lassen und dann in Flaschen oder Dosen abzufüllen. Kalt „gebrühter“ Kaffee eine besondere Zubereitungsart, bei der gemahlener Kaffee mit kaltem Wasser versetzt und anschließend gefiltert wird. Der Kaffee wird dann für einige Stunden ziehen gelassen, und bei dem Prozess lösen sich aufgrund der langen Ziehzeit zwar die Aromenbestandteile des Kaffees, weniger aber Säuren und Bitterstoffe. Das bedeutet, dass der Kaffee weniger bitter und besser bekömmlich ist. Er schmeckt anders – besser, wie ich finde.

Karacho Cold Brew

Vor einigen Monaten habe ich den Coldbrew coffee von Karacho entdeckt, und seitdem sind die Dosen mir ein häufiger Begleiter vor allem auf Reisen. Deutlich besser und bekömmlicher als der Filterkaffee in der Deutschen Bahn! Karacho gibt es in verschiedenen Sorten, alle sind bio und es gibt auch für vegan lebende Menschen wie mich etwas. Zur Zeit findet ihr in den Regalen die Sorten „Latte“ und „Coconut“ – letztere ist vegan. Ich weiß aber, dass auch neue Sorten in der Planung sind, und ich durfte vorab eine neue vegane Sorte probieren, dich ich richtig gut finde. Außerdem wird laut Webseite eine „Sparkling Citrus“ Variante auf den Markt kommen, über die ich aber noch nicht mehr weiß.

Lange rösten, lange ziehen lassen

14 Stunden zieht der Karacho Kaffee, die Kaffeebohnen werden fair und bio im Südwesten Indiens geerntet. Hinzu kommt, dass er vor dem Mahlen langzeitgeröstet wird – ca. 20 Minuten statt den in der Industrie üblichen 6-8 Minuten, was dazu führt, dass bis zu 70% weniger Gerbsäuren und Bitterstoffe am Ende enthalten sind. Das sorgt für einen schönen milden Geschmack. Die „Coconut“-Variante wird dann noch mit Kokoswasser und etwas Agavendicksaft gemischt – raus kommt ein leckerer, bekömmlicher Kaffee.

Auf der Webseite von Karacho findet ihr sogar Rezepte mit Karacho Kaffee, z.B. diesen Cold Brew Chia Pudding (vegan). Außerdem erfahrt ihr mehr über den Anbau und die Produktion. Wichtig ist dem jungen Unternehmen, dass Nachhaltigkeit auf allen Ebenen beachtet wird. So ist die Verpackung keine klassische Getränkedose, sondern ein sogenannter „Cartocan“, der nach Leerung komplett in den Papiermüll gegeben werden darf.

Wer in Aschaffenburg wohnt, kann sogar ein Karacho Cold Brew Café persönlich besuchen, alle Nicht-Aschaffenburger können die Karacho Produkte z.B. in über 1.200 dm-Filialen erstehen, aber auch bei Kaufland, Edeka oder Budnikowsky. Weitere Infos findet ihr auf der Homepage von Karacho.