Na, wie sieht’s aus? Schleppst du eigentlich regelmäßig Wasserkisten nach Hause? Oder drehst du einfach den Wasserhahn auf? Ich jedenfalls sehe jeden Tag Menschen, die Wasserkisten oder einen 6er-Tray mit 1,5 L-Flaschen Wasser aus dem Supermarkt heimtragen. Und jedesmal frage ich mich: Warum eigentlich?

  • Das ist eine ganz schöne Schlepperei
  • Es kostet Geld (Gut, nicht viel – aber das läppert sich auch)
  • Es verursacht Müll, vor allem bei den Plastikflaschen
  • Es verbraucht Ressourcen für das Herstellen der Flaschen, das Abfüllen, den Transport zum Supermarkt etc.
  • Man nimmt öfters das Auto statt dem Rad, weil man eben noch gleich ein paar Kisten Wasser auf Vorrat kauft

Für mich sind das gute Gründe, auf den Kauf von Wasser zu verzichten. Ich drehe lieber zuhause den Wasserhahn auf. Und weil ich es sprudelig mag, habe ich mir einen Sodastreamer angeschafft. Ehrlich gesagt schmecke ich auch keinen Unterschied zum gekauften Wasser. Und das „Kranenburger“ kostet mich quasi nichts im Gegensatz zum Wasser aus dem Supermarkt.

Ein Blick auf die Homepage der Berliner Wasserbetriebe beruhigt, dort steht:

„Das Berliner Trinkwasser wird aus natürlichen Grundwasservorkommen des Berliner Urstromtals gewonnen. Es ist von bester Qualität und enthält viele natürliche Mineralien und Spurenelemente. Das Berliner Wasser ist naturbelassen und muss nicht gechlort werden. Zusätze, wie z. B. Fluoride zur Kariesvorbeugung, werden nicht beigemischt.“

Ist Leitungswasser eklig?

Ganz klar: Das Ganze ist fast schon eine Glaubenssache. Ich kenne so einige Menschen, die NIEMALS Wasser aus der Leitung trinken würden, weil es „eklig“ sei. Aber warum eigentlich? Leitungswasser ist tatsächlich das best kontrollierte Lebensmittel in Deutschland! Da staune ich schon ehrlich gesagt, wenn jemand in ein Stück konventionelles Fleisch beißt, gleichzeitig aber keine Leitungswasser trinken mag, weil es angeblich zu viele Rückstände von Medikamenten enthalten soll. Sorry, aber da wird man beim Fleisch garantiert schneller fündig. Darüber machen sich aber die wenigsten Menschen einen Kopf.

Gerade wir Berliner haben ganz schön Schwein, denn bei uns bekommt das Leitungswasser in Punkto Qualität und Geschmack Bestnoten. Garantiert wird so Manche(r) nun aber aufschreien: „Kalk, Kalk, Kalk!“. Ja, das Berliner Wasser ist recht hart und kalkhaltig – aber ist das schlimm? Nein, der Gesundheit tut das überhaupt nicht weh, das bestätigt auch die Stiftung Warentest. Blöd finden das tatsächlich nur Kaffeemaschinen und Geschirrspüler, aber dem kann man ja mit ein paar Hilfsmitteln entgegenwirken. Mich persönlich stört das jedenfalls überhaupt nicht, in Berlin geht es eben auch grundsätzlich ein wenig härter zu, oder? Und verkalken tut man vom Wasser trinken auch nicht.

Ich zapfe selber!

Für mich spricht überhaupt nichts dagegen, zuhause mein Wasser selber zu zapfen, im Gegenteil spricht sogar einiges dafür. Ich spare mir die Schlepperei und das Geld, und das Leitungswasser geht mir auch nie aus. Wer mag, kann sich ja auch noch einen zusätzlichen Wasserfilter holen – mit oder ohne Energetisierungsfunktion. Übrigens sollte man aber die Wasserfilter regelmäßig reinigen und die Kartuschen austauschen, sonst wird das nasse Gut nämlich durch das Filtern erst keimig.

Trinkwasserkonsum

Quelle: Berliner Wasserbetriebe

Ob ich nur Wasser zuhause trinke? Nein, aber ziemlich viel. Und ich mache es mir schön mit meinem Wässerchen, in dem ich es bisweilen ein wenig pimpe. Neudeutsch nennt man das „Infused water“. Geht ganz einfach: Man nehme einen Wasserkrug oder ähnliches und gebe diverse Add-ons dazu, z.B. Zitronen- oder Orangenscheiben, Minzblätter, Tiefkühlobst, Apfelscheiben, Zimtstangen usw. Der Fantasie sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt. Da braucht man sich auch kein teures „flavored water“ aus dem Supermarktregal zu ziehen. Für unterwegs habe ich mir ein paar nachhaltige Wasserflaschen gekauft, die ich mir vorher fülle. Tägliche Begleiter sind für mich die Berliner Wasserbetriebe-App und die Trink Lotse App, die du dir kostenlos herunterladen kannst. Und am 6.12.17 findet eine interessante Veranstaltung zum Thema statt.

Wie sieht das bei dir aus? Schleppst du noch oder zapfst du schon? Ich freue mich auf eure Rückmeldungen und Meinungen!

Hier gibt es noch ein interessantes Video zum Thema:

Mit freundlicher Unterstützung der Berliner Wasserbetriebe

 

 


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