Seit dem 01.04. gibt es unweit des Kollwitzplatzes, auf der Kollwitzstrasse ein neues veganes Restaurant, dessen Betreiber zumindest teilweise Bio-Lebensmittel einsetzen. Das „Lucky Leek“ bietet rein pflanzliche, sprich vegane Gerichte an in einem netten Ambiente an. Das eigentliche Restaurant ist dabei souterrain und recht klein, draussen gibt es zusätzliche Sitzplätze, grün ist die dominierende Farbe. Zum Essen: Auf der Karte stehen zwei Süppchen (4,50 Euro), z.B. Rote Bete-Himbeersüppchen mit Schnittlauchcreme. Klingt schon mal gut.

Eine „knusprige Auberginen-Lasagne mit Walnußbolognese und schwarzen Belugalinsen“ bekommt der geneigte Esser für 7,20 Euro kredenzt, ein „Rucola-Risotto mit Vanilletomaten und gebackenem Süßkartoffel-Haselnuß-Nugget“ für 9,50 Euro. Auf der aktuellen Karte stehen insgesamt 2 Vorspeisesüppchen, 7 Hauptgerichte (7-11,50 Euro) sowie 2 Desserts, z.B. „Nougatmousse mit Marzipansößchen und Waldbeeren“ für 5,50 Euro. Die Gerichte klingen allesamt sehr fantasievoll, und es gefällt mir gut, dass hier kaum typische Fleischgerichte „nachgebaut“ werden. Das braucht es nämlich auch überhaupt nicht, warum auch? Aber auch diese können sich sehen lassen, wenn es sie mal gibt, wie z.B. die Königsberger Klöpse. Schmeckten fantastisch. Risotto war ebenfalls ganz hervorragend, wenn ich auch die Portion etwas zu bescheiden groß fand. Aber dafür wirklich lecker.

Überhaupt legen die Betreiber keinen gesteigerten Wert darauf, dass von außen bereits erkennbar ist, dass es sich um ein veganes Restaurant handelt. Sie wollen, dass die Mensche ohne Vorbehalte sich an den Tisch setzen, bestellen, begeistert sind, um dann festzustellen, dass vegane Küche richtig toll sein kann. Zufällig sprach ich z.B. mit einer direkten Nachbarin des Lucky Leek, die nun täglich dort isst, und ihr Interesse für fleischlose Ernährung wurde dadurch erst so richtig geweckt. Überzeugt haben Sie aber natürlich zunächst die tollen Speisen. Der Service ist supernett, das Essen wurde recht schnell serviert, keinerlei Kritikpunkte. Was den Einsatz von Bio-Lebensmitteln betrifft, so sind die Betreiber bemüht ihn zu maximieren. Viele Produkte sind sowieso nur in Bioqualität zu bekommen, bei anderen wägen sie ab, ob sie es sich „leisten können“ diese zu verwenden. Aber auch Regionalität und fairer Handel sind ihnen sehr wichtig. Bio also wo bio geht ist im moment das Motto, und wünschen würde man sich natürlich den Bio-Einsatz zu maximieren. Gut so. Übrigens ist es reiner Zufall, dass ich nach meinem Artikel über Veganismus als nächste Gastrokritik eine über ein veganes Restaurant schreibe…

Fazit: Ein neuer Stern am veganen Gastrohimmel, den auch oder gerade Nicht-Veganer mal besuchen sollten. Empfehlung!

Lucky Leek, Kollwitzstraße 46, 10405 Berlin, www.lucky-leek.de. Geöffnet Di-Fr 17-23, Sa 12-23, So 12-17 Brunch und ab 18a la carte bis 23 Uhr, Mo Ruhetag