Gut, aus Berlin direkt kommt der Kaffee streng genommen natürlich nicht. Aber die Jungs, die dafür gesorgt haben, dass die Bohnen in Costa Rica unter sozialverträglichen Bedingungen in höchster Bio-Qualität geerntet werden und in Hamburg bzw. zunehmend sogar in Berlin geröstet werden, leben und arbeiten hier in Berlin. Es ist die wirklich spannende Geschichte von Surfern und Weltbummlern, die ihre Leidenschaft für Kaffee zum Beruf gemacht haben. Unter dem Firmennamen „Tres Cabezas“ werden seit 2002 diverse Espresso- und Kaffeesorten angeboten – die meisten tragen mittlerweile aus Überzeugung das Bio-Siegel, z.B. auch der „Berlinkaffee“, dessen schöne Verpackung mir auch gefällt.

Ein Freund hatte mich auf Tres Cabezas aufmerksam gemacht, und ich bin zwar kein Kaffeeexperte, aber ich kann nur sagen „wow, lecker“. Am besten war die Reaktion meiner Freundin, als ich heimlich morgens das erste mal den Berlinkaffee in den Becher geschüttet habe: „Warum schmeckt unser Kaffee auf einmal so gut?“. Wie mir die Jungs erzählten, handelt es sich nämlich um einen so genannten „Spezialitätenkaffee“, sprich die Qualität ist besonders hoch, weil kein Massenanbau, sondern kleine, durch besondere Qualität herausstechende Chargen.

Was das ganze so besonders sympathisch macht, ist dass die Jungs sich wirklich mit dem Thema auseinandersetzen, sich für die Anbaubedingungen vor Ort interessieren, und regelmäßig die Plantagen besuchen. Ihnen liegt am Herzen, dass kein Kaffeebauer ausgebeutet wird, niemand für einen Hungerlohn malochen muss.

Die große Frage, wie man einen kommerziellen Ansatz mit einer nachhaltigen Idee verbindet, beschäftigt die Jungs auch sehr stark. Das verbindet sie mit vielen anderen kleinen Start-Up-Companies, für die Erfolg nicht nur die Anhäufung von Statussymbolen bedeutet. Nicht nur deshalb erkläre ich hiermit den „Berlinkaffee“ zu meinem absoluten Lieblingskaffee. In die Tasse meiner Freundin kommt übrigens nichts anderes mehr.

Ausgeschenkt wird der Kaffee übrigens auch im „firmeneigenen“ Café in Friedrichshain. Dort wird seit neuestem sogar die eine oder andere Charge selbst geröstet. Frischer und leckerer geht nicht! Weitere Infos findet ihr auf der Internetseite oder in der Facebook-Gruppe „Faire Feinschmecker„.

Tres Cabezas, Boxhagener Strasse 74, 10245 Berlin, www.trescabezas.dehttp://www.utopia.de/magazin/unternehmen/kaffeehaendler-trescabezas-faire-feinschmecker-aus-berlin