Als ich vor wenigen Jahren in Neukölln lebte, war das Angebot an Cafés oder Restaurants in denen man in Bio-Qualität essen konnte, äußerst überschaubar. Also null. Heute sieht das schon anders aus, und besonders der Richardkiez entwickelt sich zum heissen Tipp für alle, die bio und/oder vegan essen gehen wollen. Seit kurzem gibt es eine neue tolle Location: Das Café Pêle-Mêle auf der Innstrasse. Etwas „abgelegen“ vielleicht, keine hochfrequentierte Strasse, aber der Gang dorthin lohnt sich, den das Pêle-Mêle hat so einiges zu bieten.

Schönes und nachhaltiges Ambiente

Zunächst mal ist das Ambiente wirklich toll. Sehr geschmackvoll, clean aber trotzdem gemütlich. Ich mag weiße Wände ohne viel Klimbim und alte Möbel, und genau das findet man hier. Die Betreiber haben bei der Renovierung und Gestaltung weit möglichst auf Nachhaltigkeit geachtet: Die Wände sind mit Ökofarben gestrichen, die Möbel fast komplett aus zweiter Hand. Den alten Dielenboden, der aus Lärmschutzgründen leider raus musste, haben sie einfach kurzerhand in Theke, Bank oder Garderobe wiederverwertet.

pelemele

Bio, fair, vegan, regional, seasonal

Nun zum Kulinarischen. Wer Kaffee & Kuchen-Gelüste verspürt, ist hier genau richtig. Wahnsinnig leckere Kuchen, Torten, Brownies oder auch Mousse au Chocolat steht verlockend in der Vitrine. Alles übrigens vegan, wie sämtliche Speisen im Pêle-Mêle. Aber nicht nur das: Bio, Fair Trade, saisonal und regional werden hier ebenfalls groß geschrieben. Mit all diesen Attributen wird aber gar nicht offensichtlich geworben, und das finde ich gut. Die Leute gehen rein, weil es so schön gemütlich aussieht, wenn man durch die großen Scheiben blickt. Den meisten macht es dann wohl „klick“, wenn sie sich an der Theke anstellen und die Köstlichkeitenauswahl betrachten. Und dann ist die Reaktion durchgehend positiv, wenn man entweder gar keinen Unterschied feststellt, oder der Soja Latte vielleicht etwas anders, aber eben auch total gut schmeckt.

Kuchen, Suppe, Salat – alles selbst gemacht

Wer ein wenig mehr Hunger hat, für den gibt es Salat und Tagessuppe. Übrigens machen die Betreiberinnen alles selbst, vom Salat bis zum Kuchen. Der Service ist freundlich, wie man ihn selten erlebt. Einfach ein Rundum-Wohlfühl-Café, das übrigens sogar für alle Interessierten noch einen Extraraum als Co-Working-Space bietet.

Geplant: Brunch

Ich drücke den Betreiberinnen des Pêle-Mêle ganz fest die Daumen, dass ihr Café trotz der nicht ganz optimalen Lage ein Riesenerfolg wird. Dafür ist auf jeden Fall alles getan worden, und ich freue mich auf den nächsten Besuch. Gerne dann auch mal zum Brunch, den es zukünftig zunächst erst mal einmal im Monat geben wird. Alle Infos dazu und mehr findet ihr auf der Facebook-Seite des Café Pêle-Mêle. Unbedingt hingehen!

Pêle-Mêle
Innstrasse 26
12043 Berlin

Geöffnet: Di – Fr: 12:00 – 20:00, Sa – So: 11:00 – 20:00