Pilze selber züchten auf organischen Abfällen? Das funktioniert einwandfrei und ist natürlich dazu sehr nachhaltig. Das wusste ich bis vor kurzem noch nicht, und war daher überrascht, von dieser Idee zu hören, die von einem Berliner Unternehmen in die Praxis umgesetzt wird. „Chido’s Mushrooms“ nennt sich das ganze, und wer selber mal gerne Austernseitlinge, Limonenseitlinge oder Rosaseitlinge (auch da hab ich was dazu gelernt) züchten möchte, der kann das mit dem „Home growing Mit“ von Chido sehr einfach.

Nun hört sich „organische Abfälle“ ja erst mal nicht so lecker an, doch keine Angst: Es handelt sich in diesem Falle einfach um Kaffeesatz. Stellt euch einfach mal vor, wieviel Kaffeesatz alleine in Berliner Cafés jeden Tag anfällt. Diesen abzuholen und zu nutzen, anstatt ihn einfach wegzuwerfen, ist natürlich genial. Das „Home Growing ist“ ein gut durchdachter Karton, gefüllt mit Kaffeesatz und Pilzwurzeln. Außerdem bekommt man neben der Anleitung eine kleine Sprühflasche. Diese nutzt man, um täglich die aufgetrennte Karton- und Plastikfolie zu besprühen, und fortan kann man seinen Pilzen beim Wachsen zuschauen.

Die Pilze kommen geschmacklich übrigens so gut an, dass sie sogar in der Berliner Spitzengastronomie gerne verwendet werden. Ein Karton kostet knapp 10 Euro, ein „Nachfüllest“ ohne Sprühdose 8,40 Euro. Hier könnt ihr euch die Kits bestellen, und hier gibt es noch ein Video dazu: